Information zur Ausbildung
Die Ausbildung von Lernenden sichert die Zukunft der eigenen Firma und Branche. Ohne ausgebildete Mitarbeitende in der Produktion ist der industrielle Fertigungsstandort Schweiz spätestens in ein paar Jahren nicht mehr konkurenzfähig. Der chronische Mangel an Fachkräften für die Produktion ist in jeder Firma spürbar. Dies sind nur drei der vielen guten Gründe, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz als Anlagenführerin / Anlagenführer anzubieten. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um den Ablauf der Lehre.
Bildungserlasse: Lehrbeginn ab Sommer 2026
Mitte Oktober 2025 wurde die Bildungsverordnung EFZ sowie der dazugehörige Bildungsplan vom Bund (SBFI) genehmigt. Ab 1. Januar 2026 treten sie in Kraft und werden ab Lehrbeginn Sommer 2026 umgesetzt werden.
Das erste neurechtliche Qualifikationsverfahren wird im Frühjahr 2029 stattfinden.
Bildungserlasse: Lehrbeginn bis Sommer 2025
Die nachfolgenden Unterlagen gelten für Lernende mit Lehrbeginn bis und mit Sommer 2025. Das letzte ordentliche Qualifikationsverfahren nach diesen Erlassen wird im Frühjahr 2028 duchgeführt.
Argumente für die Ausbildung von Lernenden
Gute Gründe für beide Seiten
- Die Ausbildung von Nachwuchskräften für die industrielle Produktion sichert die Zukunft der eigenen Firma.
- Eigene Lernende erwerben neben den betriebsspezifischen Kenntnissen in der Produktion die Grundlagen der industriellen Fertigung. Sie sind deshalb dem immer schnelleren technologischen Wandel besser gewachsen.
- Im Betrieb ausgebildete Personen entwickeln eine Identifikation mit Ihrer Firma.
- Die Lernenden bringen neue Impulse und Informationen über die letzten Entwicklungen im Bereich der industriellen Produktion aus der Berufsschule und den Einführungskursen mit.
- Sie bleiben am Puls der Zeit, denn die Jugendlichen kennen die Trends der jungen Generation und damit die Trends der Zukunft.
- Für ein gutes Klima und eine ausgeglichen Altersstruktur in der Produktion sind auch junge Leute wichtig.
- Durch die Ausbildung von Lernenden profitieren das Image und der Bekanntheitsgrad eines Unternehmens.
- Die branchenübergreifenden Einsätze und Erfahrungen beim Qualifikationsverfahren der Lernenden dienen der Praxistrainerin / dem Praxistrainern auch zur eigenen Personalschulung.
- Die Lehre ist eine hervorragende Grundlage für das spätere Berufsleben.
- Nutzen Sie das Potential der Jugendlichen: Sie haben Mut für Neues, sind kreativ und bringen unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge ein.
Finanziell lohnend für Betriebe
Und auch betriebswirtschaftlich macht die Ausbildung von Lehrlingen Sinn. Es können zwei Phasen unterschieden werden:
Geben
In der ersten Zeit der Ausbildung investiert der Betrieb in die Lernenden. Sie müssen intensiv betreut und eingeführt werden.
Nehmen
Nach erfolgter Einführung kann die Firma die Früchte der ersten Phase ernten. Die Lernenden können bereits selbständig gewisse Arbeiten erledigen und Produktionsaufträge ausführen.
Gerade die Ausbildung von Analgenführerinnen / Anlagenführer ist auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine lohnende Investition: Bei von Nestlé durchgeführten Reihenuntersuchungen konnte infolge professionellem Handling von Formatwechseln und kleineren Störungen durch ausgebildete Anlagenführerinnen / Anlagenführer eine Steigerung der Produktivität der Linien von 11% festgestellt werden. Zusätzlich erfolgte eine spürbare Entlastung der technischen Dienste.